Energie, Strom, Elektrizität
Bioenergie, Geothermie, Sonnenenergie, Wasserenergie, Windenergie

Auch regenerative Energie wird nicht erneuert

In Zeiten steigender Öl- und Gaspreise gewinnt die erneuerbare oder auch regenerative Energie mehr und mehr an Bedeutung. Unterstützt wird dieser Trend durch technische Innovationen, die eine effizientere und kostengünstigere Nutzung der natürlichen Ressourcen zur Energiegewinnung zulassen und somit die Verbreitung dieser „neuen“ Energieformen fördern. Effektivere Solaranlagen und Windkrafträder sollen an dieser Stelle als Beispiel für Neuentwicklungen der letzten Jahre genannt sein.

Dennoch muss in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt werden, dass Energie im eigentlichen Sinne nicht erneuert werden kann, sondern im physikalischen Sinn aus entsprechenden Energieträgern bzw. Energiespeichern umgewandelt wird. Daher ist der Begriff der erneuerbaren Energie ein wenig ungenau. Wird doch bei der Verwendung dieses Begriffes auf jene Energiequellen abgestellt, deren vorhandene Energiemenge so groß ist, dass sie durch menschliche Nutzung nicht erschöpft werden kann bzw. die Energie durch einen kontinuierlichen Prozess fortlaufend neu entsteht. Als Beispiele für derartige Energien sollen an dieser Stelle Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft und Biomasse genannt sein.

Der Vorteil regenerativer Energien liegt klar auf der Hand. Die Regenerationszyklen dieser Energieformen z.B. Biogas sind wesentlich kürzer als bei fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Steinkohle bzw. sie stehen dauerhaft und unbegrenzt zur Verfügung wie das Sonnenlicht und die Windkraft.

Ins Blickfeld der Öffentlichkeit sind in letzter Zeit auch zunehmend Brennstoffe wie Holz geraten. Diese haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Erdöl, Erdgas und Steinkohle schneller nachwachsen als sie verbraucht werden können. Sicherlich gilt dies nur bis zu einem bestimmten Verbreitungsgrad, denn würde in jedem Haushalt eine moderne Pelletheizung (moderner Holzofen) installiert werden, so würde auch diese Energiequelle bald an ihre Grenzen stoßen und die Holzproduzenten könnten den Bedarf nicht decken.
Laut Definition zählt auch die vielmals gescholtene Nuklearenergie zu den regenerativen Energiequellen, wenn der Energieaufwand für den Uran oder Thoriumabbau niedrig gehalten werden kann. Doch steht der Nuklearenergie das Sicherheitsrisiko beim Betrieb eines Kernkraftwerkes entgegen. Und wer kennt es nicht das mulmige Gefühl dass einen beschleicht, wenn man an einem riesigen Atomkraftwerk vorbeifährt?

Für die Zukunft liegt der Stein der Weisen wohl in einem zunehmend bewussteren Umgang der Menschen mit den vorhandenen Energien. Der Verbrauch von Energie kann durch den Einsatz moderner Geräte gesenkt werden. Diesbezüglich soll auch die neue europäische Energieverordnung, die unter anderem den Einsatz von Energiesparlampen vorschreibt, ihren Beitrag leisten. Der gesteigerte Energiebedarf der Menschheit kann insgesamt nur durch einen bewussten Umgang mit der zur Verfügung stehenden Energie und durch einen sinnvollen Mix aller neuen und bereits zur Verfügung stehenden Energiearten dauerhaft gedeckt werden.




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